Pressemitteilung AD-Demokraten NRW

Vergangenen Sonntag feierten alle Muslime friedlich auch in Deutschland ihr Ramazan-Fest. Überschattet wurde dieser friedliche Tag für eine türkische Familie in Duisburg Bruckhausen mit einem aggressiven, unverhältnismäßigen  Akt der Gewalt einiger Polizeibeamter.

Was war geschehen? Auf Grundlage objektiver Videobeiträge ist zu sehen, wie ein älterer türkischer Familienvater auf Grund eines Parkvergehens gezielt von herbeigeeilten Einsatzkräften brutal angegriffen und schwer verletzt wird. Hierbei handelt es sich um einen unbescholtenen Duisburger Mitbürger, der in der Kommune für seinen unermüdlichen Integrationseinsatz geehrt wurde. Besorgniserregend in diesem Zusammenhang ist, dass die Diskriminierung insbesondere an Menschen mit türkisch- muslimischer Herkunft eine neue Qualität erreicht hat.

Seit 09/11 ist weltweit eine aggressive Grundstimmung erzeugt worden, die auch in Europa und in unserem Land Deutschland ihre Brandmarken wieder hinterlassen. Wir haben Solingen nicht vergessen, wir haben Mölln nicht vergessen. Die NSU-Morde sind immer noch nicht ausnahmslos aufgeklärt.

Wir müssen zunehmend in unserer Heimat  feststellen, dass Grundrechte insbesondere gegenüber türkisch-arabisch-muslimischer Minderheiten auch in staatlichen Institutionen mit Füßen getreten werden. Unser Grundgesetz besagt in Artikel 1: „ Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.“

Wir in NRW haben eine tolle multinationale Gesellschaft. Ebenso haben wir in unserem Bundesland hoch motivierte & engagierte Polizeivollzugsbeamte, die ihren Dienst für das gesamte Volk verantwortungsvoll leisten. Es ist unsere gemeinsame Aufgabe, jede Art von Diskriminierung und Repressalien auch durch staatliche Ordnungsbehörden (Polizei, Bundeswehr usw.) die Stirn zu bieten.

Wir als AD-Demokraten NRW fordern vom Innenminister NRW diesen brutalen Übergriff lückenlos aufzuklären und die Täter angemessen zu bestrafen.

Der noch amtierende OB Duisburgs zeigte erneut sein sozial inkompetentes Gesicht, indem er ein ganzes Volk stigmatisiert, verleumdet und diskreditiert hat. Mit Ihrer Aussage, asozial bleibt asozial, haben Sie sich als Oberbürgermeister asozial geoutet Herr Link. Eine tolle Stadt Duisburg darf von einem solchen inkompetenten und diffamierenden Menschen nicht regiert werden. Wir fordern ihren sofortigen Rücktritt.

Wehret den Anfängen, wobei wir feststellen müssen, dass der Hasszug gegenüber Minderheiten volle Fahrt aufgenommen hat.

AD-Demokraten NRW

Kontakt: nrw@ad-demokraten.org